Die Begonie BONFIRE™
Hintergrund
Die Begonie BONFIRE stammt von einem besonders herausragenden Genotyp einer Population von Begonia boliviensis ab. Die Originalsamen wurden 1990 auf einer Expedition des neuseeländischen Landwirtschafts- und Fischereiministeriums gesammelt. Ihr Ziel war es, neue Pflanzenarten für Neuseeland zu finden, um Landwirtschaft und Gartenbau des Landes zu bereichern. Vor Beginn der Expedition war eine Liste besonders interessanter Pflanzen erstellt worden, zu der die für ihre üppigen, leuchtend orangefarbenen, hängenden Blüten bekannte Begonia boliviensis gehörte.
Die Begonia boliviensis wächst in den Bergwäldern Nordargentiniens und Boliviens auf Höhen zwischen 1200 und 2000 Metern. Zeitweise wolkenverhangen, ähneln sie in Bezug auf Wetter und Wachstumsbedingungen den Regenwäldern des südlichen Südamerikas, Neuseelands und Afrikas. Über die dichten Wälder ziehen oft Nebelschwaden, und die Äste der Bäume sind schwer von feuchten Moosen, Flechten, Orchideen, Bromelien und anderen Epiphyten. Die Art kommt nur in bestimmten Mikroklimaten vor, in schattigen Schluchten oder an Südhängen. Daher ist sie nicht leicht zu finden.
Nachdem die Expedition die in Frage kommenden Regionen erreicht hatte, begann die Suche an ebendiesen Plätzen. Viele Gegenden wurden durchforscht, ehe endlich die richtigen Pflanzen gefunden waren. Mehrere Gruppen wurden identifiziert, aus denen die besten Exemplare ausgewählt wurden – Pflanzen mit besonders üppigen, großen Blüten von interessanter Form und Farbe, dichtem Blattwerk und kräftigen, gesunden Stängeln. Die Samen dieser Pflanzen wurden gesammelt und in Neuseeland ausgesät. Aus Hunderten von Sämlingen, die heranwuchsen, wurde wiederum ausgelesen und weiter gezüchtet, um den besten Genotypus zu erhalten.
Die kräftigsten Sämlinge wurden im weiteren Selektionsprozess auf Toleranz unterschiedlicher Wachstumsbedingungen in Freiland und Topf, Robustheit, Farbe, Zuverlässigkeit, Gesundheit und Festigkeit getestet.
Die letztendlich für Plant Variety Rights als Bonfire-Begonie ausgewählte Begonia boliviensis ist im Vergleich zu anderen, zur Zeit ihrer Markteinführung erhältlichen Arten extrem kräftig. Diese Eigenschaft zusammen mit dem Wissen um die optimalen Kulturbedingungen wirkten zusammen, um ein wirklich herausragendes Produkt zu schaffen.
Reisenotizen
Die gesamte Expedition war das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeiten. Sie bestand aus fast einem Jahr vorbereitender Arbeiten und einem zweimonatigen Aufenthalt vor Ort. Zu ihr trugen (zu unterschiedlichen Zeiten) die Bemühungen von mehr als einem Dutzend Personen bei. Insgesamt wurden 451 Pflanzenproben von 299 Pflanzenarten gesammelt. Die Expeditionsmitglieder bereisten eine Vielzahl unterschiedlicher Klimazonen, von den Subtropen bis zu kalten Hochgebirgslagen.
„Wir zelteten draußen, reisten – soweit möglich – motorisiert und gingen dann zu Fuß weiter. Wir wurden von Moskitos und verschiedenen anderen Blutsaugern attackiert, schwitzten in der schwülen Hitze der Wälder, schliefen kaum und genossen die Reise enorm.“ – Stephan Halloy, New Zealand Institute For Crop & Food Research Limited
Die Pflanze geht in Produktion
- Stephan Halloy vom New Zealand Institute For Crop & Food Research Limited, Palmerston North, sammelte in Nordargentinien und Bolivien Samen
- nach anschließenden Zucht- und Ausleseverfahren wurden die besten Pflanzen von Crop and Food Research in Invermay kultiviert und von Wallis’s Nurseries Ltd. vermehrt
- Anthony Tesselaar International wurde mit der globalen Vermarktung der Pflanze beauftragt. Pflanzen wurden für weiterführende Tests und Auswertungen, Züchterrechte und zur Produktion nach Australien eingeführt und anschließend nach Europa und Nordamerika gesandt, wo sie jetzt ebenfalls produziert und vermarktet werden.
Was die Pflanze auszeichnet
BONFIRE, zu deutsch Freudenfeuer, erregt Aufsehen durch ihre üppige, exotische Blütenfülle in feurigem Orange-Rot, welche die Pflanze bis zur Hälfte bedeckt. Das markant gezackte Blattwerk ist saftig grün mit roten Rändern und wächst gleichmäßig dicht und buschig. Die Pflanze ist pflegeleicht und anspruchslos, für Standorte in voller Sonne und im Halbschatten bestens geeignet. Die Knolle kann in frostfreien Gegenden im Boden überwintern oder im Herbst ausgegraben und im Frühjahr, nach dem Frost, wieder ausgepflanzt werden.
- üppige Blütenfülle in leuchtendem Feuerrot-Orange
- pflegeleicht und anspruchslos
- low maintenance, easy care
- ideal für Parks, Gärten, Balkons, Kübel und Ampeln
- in frostfreien Regionen kann die Knolle im Boden überwintern
Daten und Fakten
| Marke |
BONFIRE |
| Gattung |
Begonia
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| Art |
boliviensis var.
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| Vorzugsweise Verwendung |
Kübel und Ampeln |
| Weitere Verwendung |
Gärten und Parks |
| Winterhärte |
toleriert leichten Frost; nicht winterhart |
| Lichtbedarf |
volle Sonne bis Halbschatten – im Schatten entwickelt die Pflanze lange Triebe, weniger Blüten und bleibt insgesamt niedriger
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| Blütenfarbe |
kräftige feuerrot-orangefarbene Blüten |
| Duft |
kein Duft |
| Blütezeit
|
vom späten Frühjahr bis zum ersten Frost
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| Blütengröße
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50 mm lang, 50 mm breit
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| Blütenzahl
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Pflanze kann bis zur Hälfte mit Blüten überzogen sein
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| Blattwerk
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gezackte Blätter mit rotem Rand
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| Blattfarbe |
mittleres saftiges grün (Pantone 5763C) |
| Maximaler Wuchs |
40 cm hoch, 50 cm breit |
| Habitus |
kompakte, buschig wachsende Pflanze |
| Substrat |
bevorzugt nährstoffhaltige, gut durchlässige Böden oder gute Kübelpflanzenerde |
| Wasserbedarf |
während der Wachstumsphase feucht halten; gute Trockenheitstoleranz nach dem Anwachsen |
| Pflanzabstand |
50 cm |
| Düngung
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bei der Pflanzung mit Langzeit-Blühpflanzendünger |
| Formschnitt |
verzweigt natürlich, im Anbau ist Stutzen jedoch förderlich für kompakteres Wachstum mit Seitentrieben
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| Krankheiten |
keine bekannt; bei starker Nässe Pilzbefall vorbeugen |
| Schädlinge |
generell kein Befall; Weiße Fliege kann möglicherweise Schäden verursachen |
| Besondere Pflege |
keine |
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